Wer im DACH-Recruiting nach Automatisierung sucht, landet zuerst bei den LinkedIn-Tools: Dripify, Waalaxy, LinkedHelper, Lemlist. Sie sind ausgereift, gut dokumentiert — und sie automatisieren LinkedIn.
Das Problem: LinkedIn ist nicht XING
Es geht nicht darum, welches Netzwerk das bessere ist, sondern darum, dass beide nicht verbunden sind: Ein LinkedIn-Tool bedient ein LinkedIn-Konto und erreicht damit kein XING-Profil und kein XING-Postfach. Wer Kandidatinnen und Kandidaten ansprechen will, die auf XING gepflegt sind, kommt mit einem LinkedIn-Tool nicht an sie heran.
Für die Sourcing-Produkte gilt dasselbe: LinkedIn hat den LinkedIn Recruiter, XING den XING Talent Manager — das sind einander entsprechende Produkte, nicht eine Lücke auf der einen Seite. Entscheidend fürs Werkzeug ist etwas anderes: Ein Projekt, das im TalentManager liegt, ist nur von XING aus erreichbar. Ein LinkedIn-Tool kann diese Liste nicht abholen, egal wie gut es ist.
Genau diese Lücke hat vor uns schon Effixient benannt: Sie positionierten sich ausdrücklich als „das Automatisierungstool LinkedHelper / Dripify / Lemlist für XING”.
Was Sie von einem XING-Tool erwarten sollten
Die Mechanik ist vertraut: Kontaktanfragen, Nachrichten, Follow-up-Sequenzen, Stopp bei Antwort. Der Unterschied liegt in der Anbindung — kommt Ihre Kandidatenliste aus dem TalentManager, muss das Tool sie von dort holen können.
Was gleich bleibt — und was Sie skeptisch machen sollte
XING hat eigene Limits für Kontaktanfragen und Aktionsraten, genau wie LinkedIn. Ein Tool, das in Ihrem eigenen Konto arbeitet, unterliegt ihnen. Versprechen wie „unbegrenzt” oder „sicher vor Sperren” sind in beiden Welten ein Warnsignal — auf LinkedIn wie auf XING.
Beides parallel zu nutzen ist übrigens völlig normal: LinkedIn für internationale Rollen, XING für den DACH-Markt.